Publikationen

Aus Anlass der 100. Wiederkehr des Jahrestages der Brandkatastrophe in der Munitionsfabrik Wöllersdorf wurde in Winzendorf, NÖ, eine Gedenkstätte errichtet und eine Gedenkbroschüre mit umfassenden historischen Informationen publiziert. Diese Broschüre kann bei gk@abfang.org bestellt werden. Preis inkl. Versand (in AT) € 13,50
Leseprobe (pdf)

In zahlreichen Zeitungen wurde berichtet:
Der FALTER Nr. 40 2018
NÖ-Nachrichten 28.8.2018KURIER 17.9.2018
Öffentliche Sicherheit Nr. 9/10 2018
Und online  in der Website der Republik Österreich zum Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 und in der Website Regiowiki.at und in NÖN.at

Theaterstück Septemberfeuer

Die Erzählungen seiner Großmutter gaben den Anstoß, dass Nico Dorigatti  Recherchen zur Brandkatastrophe 1918 anstellte und letztlich daraus ein beeindruckendes und berührendes Theaterstück schrieb, das am 11. April 2025 im Wöllersdorfer Schlössl seine Welturaufführung erlebte.

Pilar Borowers Schauspiel zog alle in den Bann. Der bewegende Abschluss am Platz vor dem Schlössl, die Kerzen in der Abendstimmung und der Text aus der Grabrede Otto Glöckls brachte alle Beteiligten zum Nachdenken – über die Gewalt von damals und von heute ….

Gedenken – wozu?

In unserer schnelllebigen Zeit sind die Augen Vieler hauptsächlich nach vorne gerichtet. Erinnern wird meist nur mit persönlichen Erlebnissen verbunden. Also, wozu sich mit Persönlichkeiten befassen, die vor 100 oder mehr Jahren lebten, oder mit Ereignissen, die sich vor sehr langer Zeit zugetragen haben? Doch: Gedenken ist weit mehr als das persönliche Erinnern. Der Umgang des Einzelnen und der Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte wird als Erinnerungskultur bezeichnet. Denkmäler, wie Gedenkstätten, Grabmale oder Mahnmale, sind künstlerisch gestaltete Objekte, die mit dem Ziel geschaffen wurden und werden, an ein geschichtliches Ereignis oder eine Persönlichkeit zu erinnern.

Gedenkkultur heute

Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich langsam eine neue Gedenkkultur. Die Schrecken des Krieges und des Holocaust wurden in Stein gemeißelt, Mahnmale geschaffen. Fallweise wurden aus Kriegerdenkmälern Gedenkstätten für Frieden und Völkerverständigung. Und es wurden Denkmäler für neue Helden geschaffen wie Retter bei Katastrophen, Widerstandkämpfer u.a. Das alles zeigt die im Fluss befindliche Suche nach einer neuen Identität.

Was Deutschland und Österreich betrifft, sind die heute lebenden jüngeren Menschen nicht verantwortlich für das, was im 1. und 2. Weltkrieg geschah, aber sie sind verantwortlich für das Erinnern, für das „Niemals vergessen!“. Letztendlich geht es bei allen Gedenken nicht um eine Kranzniederlegung, um schöne Reden und Feiern, sondern es geht um Bewusstsein und, wo es hinpasst, auch um Scham.

Gedenk- und Friedensorte in Österreich
Gedenkkultur in der Stadt Wien
Modernisierung der Erinnerungs- und Gedenkkultur

Friedensatlas Österreich

Gedenken und Erinnerung wird nach wie vor in Österreich polarisiert und nicht konstruktiv diskutiert – leider. Konstruktiv wäre es bei Gedenkveranstaltungen, statt Schuldzuweisungen dem Gedanken „Wehret den Anfängen“ zu folgen und konstruktiv zu überlegen, wie das Wiedererstarken von autoritären und faschistischen Gedankengut und Handeln wirksam entgegengetreten werden kann.

Dererste Friedensatlas Österreichs ist schließlich auch ein Verzeichnis der „Best Practices of Peace“Der Atlas verortet österreichweit mutige Friedenshandlung, Friedenszeichen, Friedensgemeinden sowie friedensfördernde Handlungen, wie gewaltfreier Widerstand gegen Unrecht und Gewalt, Bildungsprojekte, wegweisende Gesetzesänderungen und vieles mehr.

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