BRANDKATASTROPHE 1918

Zum Gedenken an die 423 Opfer

Munitionsfabrik Wöllersdorf, Frauen beim Befüllen von Granathülsen mit Schwarzpulver

Der Brand in der k.u.k. Munitionsfabrik Wöllersdorf (Niederösterreich) zur Mittagszeit am 18. September 1918 war die größte zivile Katastrophe, die sich während des Ersten Weltkrieges in der österreichisch-ungarischen Monarchie ereignete. 
Und trotzdem: kaum jemand weiß heute von diesem Inferno. 
Mindestens 423 Menschen, großteils junge Arbeiterinnen, fielen den Flammen zum Opfer. Bis dato gibt es keine veröffentlichte offizielle Untersuchung. Diese Website dient dem Gedenken an die 423 Opfer.

Das Foto aus dem Jahr 1916 zeigt die Innenansicht der Halle 143, wo die Arbeiterinnen das Schwarzpulver in Säckchen füllten und diese dann in die Geschosshülsen steckten.

Munitionsfabrik Wöllersdorf, NÖ, 1916
Im Vordergrund die Elektrizitätszentrale. Der einzige Bau, der heute noch von den einst 1.000 Objekten am Gelände der Fabrik steht.
(Bild: ÖNB: AK070 403)

Produktion von Granathülsen
Erzeugung der Granathülsen in der Metallwerkstätte in Wöllersdorf
(Bild: Sammlung Willibald Rosner)